Zeilhardter Touristik Triathlon Nachlese

So jetzt komm ich endlich dazu den Artikel über den Zeilhardter Touristik Triathlon fertig zu machen. Hat lange genug gedauert.

Vor dem Start

Es ist 06:15 und ich bin auf dem Weg in Roßdörfer Schwimmbad. Aus den Boxen vom Auto hämmert mir Enter Sandman von Metallica entgegen. höre ich die sanften Klänge von James Hetfield und seinen Musikern. Vor mir beim einchecken sind nur vier andere. Sehr schön. Da frei Platzwahl beim Fahrradständer herrscht wähle ich einen Platz nahe am Radausgang(der auch gleichzeitig der Eingang vom Schwimmen ist). Ich richte meinen Wechselplatz ein. Helm verkehrrum auf den Lenker. Zwei Trikots über das Oberrohr gehängt, Schuhe offen higestellt, Armlinge(16° Aussentemperatur) und Radhandschuhe in die Trikottaschen ebenso wie Gel/Riegel, Die Aerobottle wird befüllt. Dann gehts nochmal zum Schwimmbecken um zu schauen wie kalt das Wasser denn wohl ist. Das Schwimmbad hat eigentlich noch nicht geöffnet und nur wegen des Triathlons den Betrieb begonnen. Das Wasser ist warm, angeblich 23° fühlt sich aber eher nach 21° an. Dann steige ich ins Auto und fahre nach Zeilhardt um dort den Rest der Anmeldung zu machen. Dort richte ich mein Laufwechselzone ein. Pack alles in eine Tüte und stell meine Schuhe drauf. Das wäre ok meint der Verantwortliche dort. Dann in den Bus und ab nach Roßdorf. Dort angekommen umgezogen. Meine Triathlonhose an, den Brustgurt an und den Neo drüber. Problem ich hab meine Sporttasche mit nach Roßdorf genommen. Ein Fehler. Aber ich kann einfach mein Tüte auf die Tasche kleben die wird dann auch transportiert. Also Tüte drauf, aber so das der neo noch reingeht. Dann Badekappe genommen und zwei Bahnen eingeschwommen. Dann noch kurz mit den Mitstreitern auf der Bahn die Reihenfolge abgesprochen. Ich starte als dritter von sechs mit einer Zielzeit von 20-24 Minuten.

Schwimmen

Dann gehts los! Ich drück auf meine Pulsuhr und leg los. Der Puls wird sogar unter Wasser angezeigt. Anfangs bleibe ich noch an den ersten beiden dran(deren Zielzeit unter 18 Minuten), aber nach zwei Bahnen konnt ich das Tempo nicht mehr halten. Ich ziehe weiterhin gleichmässig meine Bahnen. Vorteil ist ganz klar das ich die Aussenbahn haben und so die Überrundeten gut überholen kann. Ich überrunde alle die hinter mir sind mindestens einmal und werde von allen die vor mir sind einmal überrundet. Meine Bahnenzählerin gibt mir vor der letzten Doppelbahn das Signal noch einmal, was ich gut fand aber sowieso wusste.

Wechsel Schwimmen->Rad

Dann raus aus dem Wasser durchs Zelt und zum Radwechseldabei oben am Neo den Verschluss aufgemacht und an der Leine gezogen. Schei*e er geht nicht auf! noch mal überprüft ob er offen ist. Es geht nicht. Da kam schon ein Helfer und öffnet den zweiten Klettverschluss den ich vergessen hatte und schon gehts. Badekappe und schwimmbrille aus. Ups ich hatte gar nicht auf die Uhr geschaut. Jetzt sehe ich nach 22:34 Minuten. geplant war unter 24 Minuten zu bleiben was mir sehr gut gelungen ist wahrscheinlich waren es sogar unter 20 Minuten. Dann Trikots angezogen, Helm und Brille auf, Schuhe an und raus gelaufen. Aufs Rad und ab dafür.

Rad

Den ersten Kilometer hab ich dafür genutz um meine Armlinge und Radhandschuhe anzuziehen. Dann konnte es beginnen. Radfahren ist meine vermeintlich stärkste Disziplin. Ich fahre jedoch ohne Brille mit Stärke die ich bei -1,25 Dioptrin eigentlich brauche. Dementsprechend oft habe ich mich auf der ersten Runde verfahren. Es war schon extrem denn die Pfeile waren irgendwie komisch angeordnet. Der “Pfeilkörper” war sehr fett und der “Zeiger” eher schmal. Andersrum wäre besser aber egal. Auf dem Rad hab ich quasi ständig andere überholt. Was auch daran lag das immer mehr Leute aus dem Wasser kamen und somit die Radstrecke bevölkerten. Sehr gut war einer der meinte: “Kann ich mich an dich dranhängen?” Ich meinte:” Klar” zwei Minuten und eine Steigung später war er weg. Am Hinterrad zerplatzt. Ich hab Leute mit Walser Rädern und Xentis Felgen überholt. Irgendwie wurde ich aber das Gefühl nicht los das die das alle nicht so ernst genommen haben wie ich. Wobei an den Steigungen haben die schon gekämpft. Aber sei es drum. Gegen Ende des Radfahrens hab ich tatsächlich einen Gegener gefunden der mir zumindest einige Zeit lang Paroli geboten hat und mich auch wieder überholt hat. Er hatte auch ein Triathlonrad und an den Waden konnte man erkennen das er doch öfters fährt. Ansonsten sind viele im Windschatten gefahren aber selbst richtige Peletons habe ich mit einem Lächeln auf den Lippen überholt und zwar mit einem Tempo das ich mir vorkam als hätte ich einen Hilfsmotor. Dann war es aber auch schon rum und es ging zum Wechsel.

Wechsel Rad -> Laufen

Ich hab schon bei der Abzweigung zur Wechselzone begonnen die Armlinge und Radhandschuhe wieder auszuziehen. Kurz vor der Wechselzone hab ich auch die Schuhe schon ausgezogen und bin auf den Schuhen gefahren. Angekommen hab ich dann mein Trikot ausgezogen und das Laufshirt angezogen. Dann noch Socken und die Schuhe angezogen, kurz was getrunken und los gings.

Laufen

Los gings gleich an der “Durchsage” der Namen vorbei einen Berg hoch. Wie immer nach dem Wechsel ist mein Puls bei 195 Schlägen explodiert. Gleichzeitig fühlt es sich so an als würdest du nicht vom Fleck kommen. An der Verpflegungsstation an der es nur Wasser oder Tee! gab gings dann. Ich hab mich den Rest der Runde gefragt wie viele Leute bei einem Triathlon wohl Tee auf der Strecke trinken. Es lief dann aber deutlich besser und ich konnte auch hier wieder einige überholen. Die Strecke hatte gemischten Belag also teilweise Asphalt und teilweise Feldwege. Am Ende der ersten Runde(von 3) bin ich fast ins Ziel gelaufen. Hab dann aber umgedreht. Kommentator:”Ins Ziel kommt mit der Nummer 109 Jan Augustin. Und er dreht um und hat es sich anders überlegt.” Die letzten zwei Runden verliefen unspektakulär. Einmal musste ich pinkeln, dann hab ich ne ganze Reihe Läufer überholt. Kurz vorm Ziel wurde ich dann das einzigste Mal während des gesamten Wettkampfs richtig überholt. Der Läufer sah aber auch so aus als würde er die 10km unter 35 Minuten Laufen. Viel Gegenwehr konnte ich nicht dagegensetzten, aber ich hab gekämpft.

Ziel

Dann kam ich wirklich ins Ziel. Und bekam eine “Medalie” Es war eine Laugenbrezel. Ich hab diese dann relativ schnell ihrem Zweck zugeführt und noch etwas getrunken. Anschliessend bin ich duschen gegangen. Rad und Ausrüstung verstaut und abschliessend noch den Freund meiner Schwägerin und eine Bekannte aus der Fortbildung besucht die mit der Feuerwehr die Strasse abgesperrt haben. Dann noch einen Kuchen gegessen und ein alkoholfreies Weizenbier getrunken und den Ausführungen der Mittriathleten am Tisch gelauscht. Die über Neoprenanzüge und schwimmen auf der sprintdistanz gesprochen haben.

Fazit

Eigentlich eine gute Strecke aber leider keine so tolle Streckenführung. Schade auch das es keine offizielle Zeitmessung gab (Gesamtzeit hätte gereicht). Aber zur Vorbereitung und zum Testen von Material eigentlich ganz gut. Evtl. nächstes Jahr wieder.

Zeiten

Die Zeiten muss ich noch nachreichen.

Swim ca 20 Minuten

Bike: 1:29:46

run: 51:07

Gesamt: 2:43:41

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